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Hypertonie

Erhöhter Blutdruck verursacht lange Zeit keine Symptome. Dadurch wird er entweder gar nicht erst entdeckt oder aber von den Betroffenen nicht ernst genommen. Eine gravierende Fehleinschätzung, denn langfristig schädigen erhöhte Druckwerte Gefäße, Herz und Nieren und erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall.

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  • Reha

Der Blutdruck lässt sich auf einfache Weise mit einer Manschette messen, die am Arm angelegt und aufgepumpt wird. Der normale Blutdruckwert bei Erwachsenen beträgt 120/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Bei Anstrengung oder Stress steigen die Werte an, im Schlaf können sie etwas sinken. Von Bluthochdruck spricht man bei Werten ab 140/90 mmHg bei wiederholten Messungen.

Blutdruck- und Langzeit-Blutdruckmessungen bestätigen den Verdacht auf Bluthochdruck und erlauben es, den Blutdruck im Tagesverlauf oder unter Belastung zu überprüfen. Laboruntersuchungen erfassen Risiken und Folgen des Bluthochdrucks. Es werden z. B. die Nierenfunktionswerte, Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Kalzium, Cholesterin, Blutzucker, Schilddrüsenwerte und ggfs. Hormone der Nebennierenrinde untersucht.

Um mögliche Folgeschäden des Blutdrucks an Blutgefäßen und Organen zu finden, werden weitere Untersuchungen durchgeführt:

  • EKG und Belastungs-EKG können zeigen, ob der Herzrhythmus in Ruhe oder unter Belastung krankhaft verändert ist.
  • Ultraschall-Untersuchungen machen Folgeschäden des Bluthochdrucks sichtbar, z. B. Veränderungen der Niere (Oberbauch-Sonographie) oder der Blutgefäße (Doppler-Duplex-Untersuchung).
  • Die Echokardiographie ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Herzens, bei der unter anderem untersucht wird, ob die Herzwand infolge des Bluthochdrucks verdickt ist.
  • Mit einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs kann z. B. eine Vergrößerung des Herzens (Kardiomegalie) als Folge des Bluthochdrucks sichtbar sein.

Das Ziel einer Bluthochdrucktherapie ist es, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit oder Schlaganfall zu senken.

Die wichtigste Therapie ist die langfristige Veränderung des Lebensstils. Bei etwa 25 Prozent der Patienten mit einem leichten Bluthochdruck (Schweregrad 1) lässt sich der Blutdruck allein mit einfachen Maßnahmen normalisieren.

  • Gewichtsabnahme bei Übergewicht
  • Umstellung der Ernährung (salznormale und mediterrane Kost)
  • Regelmäßige körperliche Bewegung
  • Verzicht auf Rauchen, wenig Alkohol
  • Pausen zur Entspannung
  • Beseitigung bzw. Behandlung weiterer Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Zuckerkrankheit, zu hohe Blutfettwerte)

Für die medikamentöse Therapie stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Wirkstoffe zur Verfügung. Folgenden Wirkstoffgruppen werden von der Deutschen Hochdruckliga empfohlen:

  • Harntreibende Medikamente (Diuretika): Sie führen zu einer verstärkten Ausscheidung von Flüssigkeit und Salz. Dadurch wird das Flüssigkeitsvolumen in den Blutgefäßen geringgradig verringert, der Gefäßwiderstand nimmt ab und der Blutdruck sinkt.
  • Betablocker: Sie hemmen die Wirkung von Stresshormonen. Dadurch wird das Herz entlastet und schlägt etwas langsamer.
  • ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker: Sie hemmen ein Hormon, das gefäßverengend wirkt. Damit wirken sie indirekt gefäßerweiternd und entlasten das Herz.
  • Kalziumantagonisten: Sie senken die Spannung in den Gefäßwänden. Dadurch sinkt der Blutdruck, das Herz muss weniger angestrengt arbeiten. Außerdem senken sie den Sauerstoffbedarf des Herzens.

Das wichtigste Ziel der Rehabilitation ist das Erlernen eines gesünderen Lebensstils und die Unterstützung mit Tipps und Tricks, wie sich Bluthochdruck in ein modernes Arbeitsleben integrieren lässt.