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Reha ist auch zu Corona-Zeiten unerlässlich

Die Zahlen sprechen Bände: Zu Corona-Zeiten sind die angetretenen stationären Rehabilitationsmaßnahmen und Anschlussheilbehandlungen im Vergleich zu den Vorjahren um bis zu 60 Prozent zurückgegangen. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Mittlerweile warnen Mediziner davor, eine bereits bewilligte Reha auf die lange Bank zu schieben oder gar einen Antrag trotz gesundheitlicher Defizite gar nicht erst zu stellen. Denn die jeweilige Erkrankung macht keine Pause. Sie entwickelt sich weiter, führt zu immer mehr Einschränkungen oder Schmerzen zum Beispiel bei Gelenk- und Rückenbeschwerden, oder zu einem immer größer werdenden Infarktrisiko bei Herzerkrankungen. Abgesehen davon, haben sich die Kliniken bestens gegen Corona gewappnet, ein Aufenthalt in einer Reha-Klinik ist womöglich weniger riskant als zu Hause zu bleiben und sich um seine täglichen Erledigungen selbst zu kümmern.

Wir sprachen mit Thilo Kruse, Verwaltungsleiter der Klinik Königstein der KVB, wie sich sein Haus auf die Krise eingestellt hat. Die Klinik Königstein ist eine Fachklinik für Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation für Herz- und Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Adipositas und Orthopädie.

Verwaltungsleiter Thilo Kruse im Interview

Herr Kruse, wie haben Sie in den vergangenen Wochen und Monaten die Corona-Krise erlebt bzw. welche Maßnahmen wurden bei Ihnen diesbezüglich getroffen?

Es gab eine Menge zu bewältigen. Als allererstes haben wir unsere Hygienestandards und unser gut ausgearbeitetes Schutz- und Hygienekonzept an die aktuelle Situation angepasst. Außerdem wird bei allen Patienten bereits seit April bei der Aufnahme in die Klinik Königstein der KVB ein Covid-19-Screening durchgeführt.

Konnten Sie alle Leistungen im Haus aufrechterhalten?

Natürlich blieben die medizinischen Leistungen alle am Laufen. Unter Berücksichtigung der notwendigen Distanzbestimmungen mussten wir vorerst unseren Wellnessbereich schließen, denn selbst in unserer größten Sauna hätten bei der Einhaltung von 1,5 Metern Abstand in jeder Richtung nur zwei Personen einen Saunagang machen können. Das Schwimmbad jedoch konnten wir die ganze Zeit über geöffnet lassen. Und auch die Therapiegruppen als ein zentrales Element der Rehabilitation werden selbstverständlich durchgeführt.

Ohne Einschränkungen?

Es gibt Einschränkungen bei den Therapiegruppen, aber diese sind für die Patienten sogar von Vorteil: Um die Mindestdistanz einhalten zu können, haben wir sie deutlich verkleinert. So hat die Gymnastikgruppe statt 15 Teilnehmern jetzt zehn und die Zahl der Teilnehmer in den Adipositasgruppen wurde von acht auf vier verringert. Insofern kann man sagen: Wer eine besonders intensive und persönliche Behandlung möchte, für den ist jetzt die richtige Zeit, eine Reha anzutreten.

Bisher wurden Ihre Patienten durch Büffets verköstigt. Haben Sie diese Bewirtungsform aufrechterhalten?

Das gehörte auch zu den Dingen, die als erstes entspannt werden mussten, damit sich die Patienten nicht zwangsläufig zu nahe kommen konnten. Vorübergehend haben wir sie am Tisch bewirtet und für Frühstück, Mittagessen und Abendessen jeweils zwei unterschiedliche Zeiträume terminiert. Dadurch wurde der Publikumsverkehr in unserem an sich recht großen Speisesaal deutlich entzerrt. Mittlerweile haben wir die Versorgung noch einmal umgestellt und es gibt für Frühstück und Abendessen wieder ein Büffet, bei dem die Abstände aber problemlos eingehalten werden und die Hygiene, auch durch abgepackte Speisen, gewährleistet ist.

Welche Alternativen bietet die Klinik Königstein den Patienten, die sich mal außerhalb der Therapien etwas Gutes tun möchten oder Entspannung suchen?

Wie gesagt war das Schwimmbad immer offen und wird es auch bleiben. Darüber hinaus verfügen wir über eine umfangreiche Bibliothek, Wassertherapie, Tretbecken, einen Pfad der Sinne und natürlich lädt der herrliche Taunus zu schönen und erholsamen Spaziergängen ein. Hierzu ermuntern wir sogar mit eigens für unsere Patienten entworfenen Touren. Schließlich ist Königstein ein heilklimatischer Kurort und die Klinik grenzt direkt an den Wald. Hinzu kommen Ausflugsmöglichkeiten wie Opel Zoo und die historische Burg der Stadt.

Über die Klinik Königstein der KVB

Die Klinik Königstein der KVB ist eine Fachklinik für Anschlußheilbehandlung und Rehabilitation für Herz- und Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Stoffwechsel, Adipositas und Orthopädie.

Modern

Die Klinik Königstein der KVB hat sich seit ihrem Bestehen im Jahre 1928 von einer Heilanstalt für Lungenerkrankungen zu einem modernen medizinischen und therapeutischen Zentrum mit überregionaler Bedeutung entwickelt. Höchste Qualität an Diagnostik und Behandlung werden geboten.

Im Ärzteteam sind Spezialisten aus folgenden Fachrichtungen tätig: Kardiologie, Innere Medizin, Hypertensiologie, Endokrinologie, Diabetologie, Radiologie, Psychologie sowie Orthopädie und Rehabilitative und Physikalische Medizin, Sozialmedizin, Ernährungsmedizin, Allgemeinmedizin und Notfallmedizin. Patientenpflege, diätetische, krankengymnastische und physikalisch-balneologische Betreuung erfolgen durch erfahrene, spezialisierte Mitarbeiter. Chefarzt Dr. med. Gerhard Toepel hat die Weiterbildungsermächtigung der LÄKH für Ärzte im Umfang von 2 Jahren auf dem Gebiet der Inneren Medizin und im Umfang von 12 Monaten im Bereich Sozialmedizin.

Wellness

Im Wellness-Zentrum mit ansprechendem „Wohlfühl-Ambiente“ befindet sich ein Bewegungsbad mit Whirlpool, eine Finnische Sauna, Bio-Sauna, Heubad, Solebad, Dampfbad und eine Erlebnisdusche. Der unmittelbar an das Wellness- Zentrum grenzende Außenbereich bietet eine großzügige Terrasse, die zur Entspannung einlädt und einen Pfad der Sinne, der das therapeutische Konzept abrundet.

Für unsere Patienten stehen 184 Einzelzimmer, hell, komfortabel, modern und behindertenfreundlich eingerichtet, mit großen Bädern sowie TV, Telefon und Kühlschrank zur Verfügung. Balkone und Terrassen laden Patienten und Besucher ein, die herrliche Lage der Klinik mit einer Sicht weit über das Land zu genießen. Darüber hinaus verfügt die Klinik über einen rollstuhl- und behindertengerechten Speisesaal und gemütliche Aufenthaltsbereiche. Der Speisessaal für Patienten ist mit einer modern gestalteten Speiseausgabe ausgestattet.

Die Wald- und Wiesengebiete mit Spazierwegen und Ruhebänken in unmittelbarer Nähe zur Klinik laden zum Wandern ein. Sonnenliegen auf den Wiesen lassen Urlaubsgefühle aufkommen. Der große Sportbereich mit Sporthalle und Schwimmbad wird sowohl für therapeutische Zwecke als auch für die Freizeit genutzt.

Eine großzügig ausgestattete Physikalische Therapie- und Krankengymnastikabteilung erlauben vielseitige therapeutische Anwendungen. Die barrierefreien Therapieräume stellen eine indikationsgerechte Versorgung der Patienten sicher. Eine großzügig und gemütlich ausgestattete Patientenbücherei und eine Cafeteria mit Kiosk laden zum Verweilen ein. Die hauseigene Kegelbahn bietet Freizeitspaß auch für Gruppen.

Die Klinik verfügt über Kleinbusse zur Beförderung von Patienten, für Versorgungsfahrten und zur Nutzung von Freizeitangeboten in der Umgebung.

Der Träger der Klinik Königstein der KVB ist die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) einer Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main.